DATEV · Buchhaltung · E-Rechnung

Shopify und DATEV: wie deine E-Rechnung zur Steuerkanzlei kommt

Stand: 3. September 2026

Kurze Antwort vorweg: DATEV-Export und E-Rechnung sind zwei verschiedene Datenströme, und du wirst ab 2027 beide brauchen. Der eine bringt deine Buchungsdaten zur Steuerkanzlei, der andere bringt eine rechtsgültige Rechnung zu deinem Geschäftskunden. Viele Shopify-Händler haben den ersten Strom längst gelöst und halten das Thema damit für erledigt. Genau da entsteht ab dem 1. Januar 2027 die Lücke.

Zwei Datenströme, ein Missverständnis

Wenn deutsche Händler "Shopify und DATEV" sagen, meinen sie fast immer die Buchhaltung: Umsätze, Zahlungen und Gebühren sollen sauber bei der Kanzlei ankommen. Das ist ein gelöstes Problem mit etablierten Werkzeugen. Die E-Rechnungspflicht betrifft aber einen anderen Strom, nämlich die Rechnung, die dein Geschäftskunde erhält.

Buchungsdaten an die KanzleiE-Rechnung an den Kunden
EmpfängerDeine SteuerkanzleiDein Geschäftskunde
ZweckVerbuchung, Umsatzsteuervoranmeldung, AbschlussRechtsgültige Rechnung nach §14 UStG, Vorsteuerabzug des Kunden
FormatBuchungsstapel und Belege, wie die Kanzlei sie erwartetStrukturierte Datei nach EN 16931: XRechnung oder ZUGFeRD
PflichtKeine gesetzliche Formvorgabe für den Weg dorthinAb 1. Januar 2027 für inländische B2B-Umsätze bei über 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 1. Januar 2028 für alle
Typische WerkzeugeSchnittstellen wie pathway oder AccountOne, DATEV Datenservice ZahlungsdienstleisterEine E-Rechnungs-App, die aus Shopify-Bestellungen EN-16931-Rechnungen erzeugt
Der Kern in einem Satz: ein perfekter DATEV-Export erreicht deinen Kunden nie. Was der Kunde ab 2027 verlangen kann, ist eine strukturierte E-Rechnung, und die entsteht in dem Moment, in dem du die Rechnung stellst, nicht beim Export in die Buchhaltung.

Was es für den Weg zu DATEV heute gibt

Für den Buchhaltungsstrom ist das Angebot ausgereift. DATEV selbst bietet den Datenservice Zahlungsdienstleister an, der Zahlungsdaten aus Shopify automatisiert ins DATEV-Rechnungswesen übernimmt. Auf dem DATEV-Marktplatz und im Shopify App Store stehen Schnittstellen wie pathway oder AccountOne, die Bestellungen, Zahlungen, Gebühren und Retouren aus Shopify zusammenführen, mit den Zahlungseingängen abgleichen und als Buchungsstapel für die Kanzlei aufbereiten.

Wenn deine Kanzlei heute zufrieden mit dem ist, was aus deinem Shop bei ihr ankommt, gibt es hier nichts zu reparieren. Diese Werkzeuge lösen ihre Aufgabe gut. Sie lösen nur eine andere Aufgabe als die, die 2027 dazukommt.

Was sich mit der E-Rechnungspflicht ändert

Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Für das Ausstellen gilt: ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz inländische B2B-Rechnungen als E-Rechnung stellen, ab dem 1. Januar 2028 gilt das für alle. Eine E-Rechnung ist dabei keine PDF, sondern eine maschinenlesbare Datei nach EN 16931. Die Fristen, Ausnahmen und Bußgelder stehen im Detail im Guide E-Rechnung Pflicht 2027.

Für die DATEV-Frage heißt das konkret: die Rechnung, die bisher als PDF aus einer Rechnungs-App kam und deren Daten hinterher als Buchungsstapel zur Kanzlei liefen, muss künftig von Anfang an als XRechnung oder ZUGFeRD entstehen. Die gute Nachricht dabei: eine EN-16931-Datei ist maschinenlesbar, und genau darauf ist die DATEV-Welt eingestellt. Eine korrekte E-Rechnung macht deiner Kanzlei die Arbeit leichter, nicht schwerer.

So sieht ein sauberer Aufbau ab 2027 aus

Die beiden Ströme bleiben getrennt, und das ist kein Mangel, sondern Arbeitsteilung: das eine Werkzeug schuldet deinem Kunden eine rechtsgültige Rechnung, das andere schuldet deiner Kanzlei saubere Zahlen. Ein Werkzeug, das beides verspricht, solltest du an beiden Maßstäben messen.

Wo Zeppol steht, und wo nicht

Ehrliche Abgrenzung: Zeppol ist keine DATEV-Schnittstelle. Zeppol übernimmt den ersten Strom, die Rechnung an deinen Geschäftskunden: Firmen- und USt-IdNr.-Erfassung im Checkout, korrekte Umsatzsteuer-Behandlung, eine gültige EN-16931-Rechnung (Peppol BIS Billing 3.0 UBL) und auf Wunsch die Zustellung über das Peppol-Netzwerk mit nachvollziehbarem Zustellstatus. Für den Buchhaltungsstrom behältst du deine bestehende DATEV-Anbindung, die beiden arbeiten nebeneinander, nicht gegeneinander.

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Häufige Fragen

Wie kann ich DATEV mit Shopify verbinden?

Shopify hat keine eingebaute DATEV-Anbindung. Der übliche Weg läuft über eine Schnittstellen-App wie pathway oder AccountOne, die Bestellungen, Zahlungen und Gebühren als Buchungsdaten für die Kanzlei aufbereitet. Zusätzlich bietet DATEV mit dem Datenservice Zahlungsdienstleister einen eigenen Weg für die Zahlungsdaten aus Shopify.

Ersetzt ein DATEV-Export die E-Rechnung?

Nein. Der Export bedient deine Kanzlei, die E-Rechnung bedient deinen Kunden. Ab 2027 muss der Geschäftskunde eine strukturierte Rechnung nach EN 16931 bekommen, als XRechnung oder ZUGFeRD. Ein Buchungsstapel, so sauber er ist, erreicht den Kunden nie.

Wie kann ich Shopify-Daten in DATEV exportieren?

Über eine Schnittstellen-App, die Erlöse, Zahlungen und Gebühren als Buchungsstapel aufbereitet, oder über den DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister. Von Hand per CSV geht es auch, ist aber fehleranfällig, weil Zahlungsarten, Gebühren und Steuersätze manuell zugeordnet werden müssen.

Kann meine Steuerkanzlei E-Rechnungen aus Shopify verarbeiten?

Gültige XRechnung- und ZUGFeRD-Dateien sind genau dafür gebaut und in der DATEV-Welt vorgesehen. Die Voraussetzung liegt auf deiner Seite: Shopify erzeugt diese Formate nicht selbst, deine Rechnungen müssen also erst einmal als EN-16931-Datei entstehen.

Dieser Guide ist eine allgemeine Information für Shopify-Händler, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Fristen, Ausnahmen und Anforderungen können sich ändern. Kläre deine konkreten Pflichten mit deiner Steuerkanzlei. DATEV, pathway und AccountOne sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber; Zeppol ist mit keinem dieser Anbieter verbunden.

E-Rechnungen aus deinen Shopify-B2B-Bestellungen

Zeppol erzeugt aus jeder B2B-Bestellung ein EN 16931-konformes Dokument, prüft es gegen die EU- und die deutschen Regeln und versendet es über Peppol oder per E-Mail. Trag dich ein, dann melde ich mich vor dem Stichtag.